Auf einer „Wüstenwanderung“, bei einem „Sprung ins kalte Wasser“ oder doch eher auf dem „Berg der Visionen“ – wo befinden wir uns? Dies war eine einleitende Frage zum Wochenende der Ortskirchenausschüsse (ehemals Kirchenvorstände) der Gesamtkirchengemeinde Nördliche Wetterau.
Und dann hieß es: Miteinander ins Gespräch gehen. Mit bekannten und manchmal ganz neuen Gesichtern, die im Laufe der drei gemeinsamen Tage immer vertrauter wurden. Über 40 Frauen und Männer aus den acht Ortsgemeinden kamen am ersten Februar-Wochenende in Arnoldshain zusammen, um miteinander zu überlegen: Wo sind wir gerade, wo wollen wir hin, was ist möglich und was vielleicht auch nicht mehr, um miteinander Kirche in der Nördlichen Wetterau zu sein?




Wie können wir nicht nur verwalten, was einmal war, sondern in allen Veränderungen, die es aktuell gibt, weiterhin Kirche als Heimat vor Ort und als christliches Miteinander über Ortsgrenzen hinaus spürbar und lebendig werden lassen? Wie können wir das, was zum 1. Januar ganz juristisch in Kraft getreten ist, nun auch mit Leben füllen?
Hierbei war in den regen Diskussionen zu spüren, dass wir schon vieles erreicht haben, es viele Menschen gibt, die Lust auf Kirche haben, aber dass auch noch einiges offen ist. Denn so etwas wie eine Gesamtkirchengemeinde Nördliche Wetterau mit dieser Vielzahl an Gemeinden, Orten und Menschen, das gab es um Butzbach herum noch nicht. So tat es gut, hier einen Raum zu haben, diese Fragen zu diskutieren, konkrete Ideen zu entwickeln, aber auch in lockeren Begegnungen sich näher zu kommen und ein Gefühl für einander, für Sorgen und Hoffnungen zu entwickeln.


Abgerundet wurde das Wochenende mit dem Gründungsgottesdienst der Gesamtkirchengemeinde in der Pfarrkirche in Nieder-Weisel unter dem Motto der Jahreslosung „Siehe, ich mache alles neu“. Pröpstin Anke Spory, Dekan Volkhard Guth und ein Team aus Pfarrern, Pfarrerinnen und Ehrenamtlichen der Gemeinde feierten gemeinsam mit vielen Besucherinnen und Besuchern unter Begleitung der Dekanatskantorei diesen besonderen Gottesdienst und die Segnung der Mitglieder des neuen Gesamtkirchenvorstands. Im Anschluss wurde bei einem lockeren Sektempfang auf die Gesamtkirchengemeinde angestoßen.
Ein Text von
- Pfarrer
