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625. Geburtstag von Johannes Gutenberg

Bibel, Shuckburgh-Exemplar © Gutenberg-Museum

Jeden Tag neh­men Menschen auf der gesam­ten Welt Bücher, Zeitungen oder Zeitschriften in die Hand und lesen dar­in. Dass das heu­te in die­ser Form mög­lich ist, hängt mit einem Mann zusam­men, der vor 625 Jahren gebo­ren wur­de: Johannes Gutenberg.

Er stamm­te aus einer Mainzer Patrizierfamilie und hieß ursprüng­lich Johannes Gensfleisch zur Laden zum Gutenberg. Zwischen 1434 und 1444 beginnt Gutenberg in Straßburg wohl schon mit den Arbeiten an einer Druckerpresse und expe­ri­men­tiert ver­mut­lich schon am Buchdruck mit beweg­li­chen Metalllettern.

Um 1450 ist er – wie­der in Mainz – in der Lage mit sei­ner neu­en Methode Bücher zu dru­cken. Eines sei­ner ers­ten Werke ist eine latei­ni­sche Ausgabe der Bibel, die soge­nann­te Gutenbergbibel. Gutenbergs Erfindungen revo­lu­tio­nie­ren die Verbreitung von Information und Wissen. Wurden Bücher, hier vor allem die Bibel, und ande­re Schriften zuvor in mühe­vol­ler und lang­wie­ri­ger Handarbeit kopiert und ver­viel­fäl­tigt, ist es nun mög­lich Schriftstücke aller Art in glei­cher guter Qualität, hoher Stückzahl und ver­hält­nis­mä­ßig kur­zer Zeit herzustellen.

Die Bedeutung der Erfindungen Gutenbergs auf die Ausbreitung der Reformation rund 70 Jahre spä­ter ist nicht zu unter­schät­zen. Vor allem die zahl­rei­chen Schriften des Reformators Martin Luther konn­ten schnell ver­viel­fäl­tigt und ver­brei­tet wer­den. So konn­ten sich die neu­en refor­ma­to­ri­schen Gedanken über­all aus­brei­ten. Außerdem konn­ten Bibeln nun zu einem erschwing­li­chen Preis in grö­ße­ren Mengen her­ge­stellt wer­den. So konn­ten wesent­lich mehr Menschen die Bibel selbst lesen. Das hat den Zugang zum Glauben in den fol­gen­den Jahrhunderten wesent­lich verändert.

Das Erbe und die Bedeutung Gutenbergs wird im Gutenbergmuseum in Mainz leben­dig gehal­ten. Es ist täg­lich von 9 – 18 Uhr geöffnet.

Ein Text von

Vor mei­ner jour­na­lis­ti­schen Ausbildung habe ich an der Freien Theologischen Hochschule in Gießen Theologie stu­diert. Daher ist es mir auch ein Anliegen, in der Gemeindearbeit inhalt­li­che Impulse bzw. theo­­lo­­gisch-bibli­­sche Akzente zu set­zen. Außerdem fin­de ich die Arbeit unse­rer inte­gra­ti­ven Kita sehr wich­tig. Unsere drei Kinder haben die Zeit dort sehr genossen. 

Ein Beitrag aus dem

Gemeindebrief 180
Ausgabe 2025/2

Titelthema:
Gestern, heu­te, morgen

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