Bericht

30 Jahre Gemeindesekretärin

„Der ers­te Tag? Da saßen die Pfarrer alle da und mei­ne Vorgängerin, Frau Preuß. Ich habe ein biss­chen über mich erzählt, und dann mein­te sie, sie wol­le nächs­te Woche Urlaub machen, ob ich da gleich anfan­gen könn­te. – Ja, gut.“

Seitdem ist Friederike Eckert Gemeindesekretärin in der Markusgemeinde; 1995 zunächst als regel­mä­ßi­ge Vertretung.

„Damals waren die Aufgaben noch recht über­schau­bar“, erin­nert sie sich, „man­ches wur­de sogar noch auf Schreibmaschine geschrie­ben.“ Anmeldungen zu Taufe, Konfirmation und Trauung anneh­men, Abkündigungen für die Gottesdienste schrei­ben, Termine pla­nen. Später kamen Buchhaltungsaufgaben dazu, die Vermietungen im Haus Degerfeld, sie behält den Überblick über die Gruppenräume, berei­tet die Beschlussvorschläge für die Kirchenvorstandssitzungen vor. „Es ist wirk­lich sehr viel­sei­tig“, sagt sie.

Friederike Eckert ist für vie­le der ers­te Kontakt zur Gemeinde, ob nun jemand Fragen hat, sich beschwe­ren möch­te oder ein Bedürfnis nach Seelsorge hat. „Manche fan­gen direkt im Gemeindebüro an zu erzäh­len, und dann schaue ich, an wen ich das wei­ter­ge­ben kann“. Sie ken­ne die Stärken und Schwächen der Pfarrerinnen und Pfarrer und wer wel­che Aufgaben beson­ders ger­ne über­nimmt und lei­tet sie ent­spre­chend wei­ter. Ihre Aufgabe sei es, den Überblick zu behal­ten und „den Pfarrern den Rücken frei­zu­hal­ten mit dem gan­zen Verwaltungskram“.

Die Zeiten von hef­ti­gen Reibereien in der Gemeinde sei­en zum Glück schon lan­ge her, heu­te habe sie außer­dem einen viel enge­ren Kontakt zum Kirchenvorstand als frü­her. „Der Hessentag war ein schö­nes Highlight. Und ich habe vie­le Gemeindefeste in guter Erinnerung“.

Durch die enge­re Zusammenarbeit der Gemeinden und die Zusammenlegung der Gemeindebüros ver­än­dert sich gera­de vie­les. Sie muss sich auf wei­te­re Pfarrerinnen und Pfarrer und die Kolleginnen ein­stel­len. „Ich emp­fin­de das als gro­ße Chance“, sagt Friederike Eckert, „denn es wird vie­les gebün­delt. Und ich bin dann auch kei­ne Einzelkämpferin mehr.“ Mit den ande­ren Sekretärinnen ver­ste­he sie sich super.

Sie freue sich dar­auf, auch in der zukünf­ti­gen Gesamtkirchengemeinde Ansprechpartnerin zu sein. „Ich füh­le mich schon sehr der Gemeinde ver­bun­den, und es macht mir Spaß. Ich hof­fe auch, das merkt man.“

Ein Text von

Die Nachfrage nach sinn­stif­ten­den und ori­en­tie­ren­den Angeboten, Impulsen und Inspiration für Herz und Geist ist hoch. Ich fin­de es wich­tig, dass die evan­ge­li­sche Kirche mit ihren libe­ra­len theo­lo­gi­schen Ansichten für Menschen in die­sen Fragen ein Zuhause bie­tet und das auch nach außen ein­la­dend und zeit­ge­mäß zeigt. Deshalb enga­gie­re ich mich ger­ne in der Öffentlichkeitsarbeit der Markus-Kirchengemeinde. 

Ein Beitrag aus dem

Gemeindebrief 180
Ausgabe 2025/2

Titelthema:
Gestern, heu­te, morgen

Seite 15