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Wieviel Grad sind genug? – Kirchen sollen Strom sparen

Wie warm darf eine Heizung in der kal­ten Jahreszeit sein, wie­viel Energie darf sie ver­brau­chen, wel­che ist über­haupt ver­füg­bar und was darf die­se Energie dann kos­ten? Diese Fragen beschäf­tigt auch die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die ihre Gemeinden und Mitglieder ange­sichts der Gasknappheit zum Energiesparen aufruft.

Zum einen sol­len in eige­nen Gebäuden bei­spiels­wei­se im Herbst und Winter die Temperaturen gedros­selt wer­den. Zum ande­ren sol­len auch die Menschen in den Blick genom­men wer­den, die auf­grund hoher Energiekosten beson­ders betrof­fen sind. 

In einem Rundschreiben der EKHN wird dar­um gebe­ten, auf­grund der „beson­de­ren Lage und in Solidarität mit der Ukraine in allen Kirchengemeinden und kirch­li­chen Einrich-tun­gen Energie ein­zu­spa­ren und so einen Beitrag zur Energieversorgungssicherheit zu leis­ten“. Das Papier weist zugleich dar­auf hin, dass Gemeinden Menschen ver­stärkt in den Blick neh­men sol­len, die durch die dra­ma-tisch gestie­ge­nen Energiepreise beson­ders betrof­fen sind. So könn­ten kirch­li­che Räume bei­spiels­wei­se auch als Wärmestuben dienen. 

Die kirch­li­chen Sparmaßnahmen leh­nen sich für Verwaltungsgebäude und Gemeinde-häu­ser an die jüngs­ten Verordnungen des Bundes an. So sol­len bei­spiels­wei­se Flure in evan­ge­li­schen Bauten kalt und Büros künf­tig nicht über 19 Grad geheizt wer­den. Auch die Fassadenbeleuchtungen sol­len aus­ge­schal­tet bleiben. 

Bei Kirchen, die bereits nach bis­her gel­ten­den hes­sen-nas­saui­schen Richtlinien in der Woche nicht über sie­ben und zum Gottesdienst nicht über 15 Grad auf­ge­heizt wer­den sol­len, gibt es dage­gen kei­ne neu­en Heiz-Vorschriften. Das Papier regt zugleich an, im Winter zu Gottesdiensten gege­be-nen­falls in Gemeindesäle oder auch ins Freie aus­zu­wei­chen. Auch ver­kürz­te oder digi­ta­le Feiern sowie die Nutzung von Sitzkissen und Decken wer­den vorgeschlagen. 

Nach Worten des Leiters der EKHN-Kirchenver-wal­tung, Heinz-Thomas Striegler, befän­den sich „Deutschland und wei­te­re euro­päi­sche Länder infol­ge des rus­si­schen Angriffskrieges auf die Ukraine in einem Ausnahmezustand im Hinblick auf die Energie- und Gasversorgung.“ 

Der Kirchenvorstand der Markusgemeinde wird sich (nach Redaktionsschluss) damit befas­sen, wel­che Maßnahmen in der Markusgemeinde getrof­fen wer­den können. 

Ein Text von

Mit mei­ner Arbeit im Kirchenvorstand möch­te ich dazu bei­tra­gen, dass unse­re Gemeinde eine leben­di­ge Gemeinde bleibt, in die sich jeder ein­ge­la­den fühlt und in der Dialog und Miteinander die Gemeinschaft stär­ken, um sich auch aktu­el­len Fragen unse­rer Gesellschaft stel­len zu können.