Ich mag die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr. Das Leben macht irgendwie eine Pause. Keine Verpflichtungen haben, nicht schon an den nächsten Termin und die nächste Aufgabe denken müssen – das tut gut. Es ist wie Anhalten und tief durchatmen. Danach kann es wieder weiter gehen. Hinein ins neue Jahr.
Die letzten Tage eines Jahres und besonders der Silvesterabend sind immer etwas Besonderes. Wir blicken zurück, viele Ereignisse kommen uns in den Sinn – und wir ziehen Bilanz.
Die Bilanz fällt in diesem Jahre besonders aus, weil auch das vergangene Jahr ein besonderes war. Und fast nur ein Thema war seit Februar tonangebend – Krieg. Dabei müssen wir aufpassen, dass das Schwere und Harte nicht zu sehr in den Mittelpunkt rückt und das Schöne und Frohmachende verdrängt wird.
Es lohnt sich jedoch zurückzublicken auf das vergangene Jahr. Wir werden Grund zum Danken finden. Wir werden staunen, was wir alles gemeistert haben. Wir werden spüren: Es gibt Situationen, da hätten wir gerne mehr erreicht, da sind wir noch lange nicht am Ziel. Und wir werden auf Stimmungen stoßen, wo sich plötzlich vieles noch einmal wendet, wo wir fast schon aufgegeben haben.
Und dann ist es da, das neue Jahr. Begleitet wird es von vielen Hoffnungen und Erwartungen. Gerade angefangen, kann noch alles aus ihm werden. Ein gutes, erfolgreiches Jahr, ein schwieriges, von wirtschaftlichen Problemen begleitetes Jahr, ein Jahr der Katastrophen und der Kriege. Wir alle wissen, dass die guten und wohlgemeinten Wünsche, die den Jahreswechsel begleiten, genau das sind, was das Wort sagt: Wünsche.
Und so wünsche ich uns allen ein frohes, wunderreiches und segensvolles Neues Jahr.